Der Start in die Saison und vor allem der erste Monat der Wettkampfphase waren alles andere als einfach nach einem Sommer, der von Knieproblemen geprägt war. Zu Beginn gelang es mir nicht, meine Trainingsform im Rennen umzusetzen, was natürlich auch schwierig war mit nur 15 Trainingstagen auf Schnee vor dem ersten Rennen. Ausserdem brauchte ich Zeit, mich an meine Knieschiene zu gewöhnen. Kurz vor meinem ersten Europacup-Rennen meldete sich zudem erneut mein Knie – weshalb ich dieses Rennen auslassen musste. Mit viel Geduld und Pflege versuchte ich immer wieder mein Knie auf ein Level zu bringen, mit welchem ich ein Rennen fahren konnte. In Courchevel war es beim Weltcup-Slalom so weit, doch ich schied nach wenigen Toren aus.
Wenige Tage später stand ich wieder am Start, beim nächsten Europacup im Ahrntal (ITA) – und konnte mir meinen ersten Sieg auf dieser Stufe sichern. Das war eine enorme Erleichterung und eine wichtige Bestätigung für mich. Kurz darauf folgten auch meine ersten Weltcuppunkte in dieser Saison in Semmering (AUT), bei sehr schwierigen Bedingungen. Ins neue Jahr bin ich mit einem Ausfall in Kranjska Gora nicht optimal gestartet, nehme jedoch die guten Schwünge bis dahin mit. In Flachau am vergangenen Dienstag konnte ich endlich mal mein Skifahren zeigen und fuhr mit einem super 2. Lauf auf Rang 18.
Die erste Saisonhälfte verlief also insgesamt deutlich herausfordernder als erwartet. Ich konnte nicht normal trainieren, jedes Training musste individuell auf mein Knie abgestimmt werden. Ich habe aber gelernt flexibel zu bleiben, auf meinen Körper zu hören und Schritt für Schritt weiterzugehen.
Ich bin gespannt und freue mich auf die kommenden Monate voller Rennen und Abenteuer. 🙂
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